Mein neues Spielzeug ist da: Intel NUC (DC53427HYE)

Heute ist mein neuer ESXi in Form eines Intel NUC (Next Unit of Computing) angekommen. Diese kleinen Kästchen sind wirklich interessant. In der Fläche ungefähr so groß wie zwei iPhone 4 nebeneinander bringen sie trotzdem genügend Leistung für die meisten Anwendungsfälle. In meinem Fall ist er bestückt mit einem Core i5-3427U mit 2x 1,8 GHz. Dazu kommen noch 16 Gb RAM und eine 120 Gb große mSATA-SSD. Das ganze ist in weniger als zehn Minuten einsatzbereit.


In dem Karton ist nicht viel drin. Neben dem NUC selbst und dem Netzteil liegt noch eine Kurzanleitung, ein Blech zur Befestigung an einer VESA-Bohrung und einer kleiner Aufkleber dabei. Selbst das Kabel von der Steckdose zum Netzteil spart sich Intel hier. Das muss man für ca. 5-10 € extra kaufen.

Intel treibt den Minimalismus auf die Spitze. Die Fläche des NUC beträgt ungefähr ein drittel eines Mac Mini, was hauptsächlich daran liegen dürfte das Intel hier keine standard SATA-Laufwerke mehr nutzt. Im NUC können nur noch sogenannte mSATA-SSDs benutzt werden. Diese werden direkt in einen Mini-PCIe-Slot gesteckt, sind somit also direkt an den PCI-Express-Bus angebunden. Für einen WLAN-Adapter ist noch ein zweiter Mini-PCIe-Slot vorhanden. Auf dem Foto kann man die beiden Kabel von der WLAN-Antenne sehen.Auf der Rückseite hat die kleiner Kiste alle Anschlüsse, die man braucht. Gigabit-Netzwerk, HDMI, 2x USB 2.0 und 2x Mini-DisplayPort (die auch Thunderbolt tauglich sind). Vorne befindet sich auch noch ein USB 3.0 Anschluss.

Um den NUC zu öffnen genügt es, die vier Schrauben an der Unterseite zu lösen und den Boden abzunehmen. Die RAM-Riegel sind schnell eingesteckt und die mSATA-SSD wird zusätzlich mit einer kleinen Schraube fixiert. Deckel drauf, verschrauben, fertig.

Es gibt den NUC auch als Core I3, der für den normalen Alltag auch völlig ausreichen sollte. In der kleinsten Variante die ca. 150 € kostet ist zwar kein Netzwerkanschluss eingebaut, das kann man aber mit einem USB-Netzwerkadapter für wenige Euro nachrüsten. Mit Netzwerk kostet der i3 80-100 € mehr.

In meinem Fall war der i5 sinnvoller, da ich einen ESXi zur Virtualisierung diverser Systeme aufsetzen will. Außerdem hat der i5 die vPRO-Funktionen, mit denen man den Rechner per Web-Oberfläche Ein- und Ausschalten, Neustarten und vor allem per VNC die Monitorausgaben sehen und das System steuern kann. Somit braucht man weder Maus / Tastatur noch Monitor und man kann den kleinen „Server“ schön hinter einem Schrank verbauen.

Ach ja: Wenn man den Karton das erste Mal öffnet sollte man ihn nicht vor Schreck fallen lassen. Als kleines Gimmick hat Intel eine kleine Platine mit Fotosensor eingesetzt, die beim Öffnen des Kartons den Intel-Sound abspielt.